Wie macht man ein Boot winterfest?

Schon während der letzten warmen Sonnentage sollte man sich Gedanken darüber machen, wie man sein Boot für die Winterpause fit macht.
Unabhängig davon, ob Sie ein Motorboot von 10 m Länge, ein geräumiges Segelboot oder eine größere Yacht haben, stellt sich immer dieselbe Aufgabe: Es muss alles für eine sichere und unbeschadete Überwinterung Ihres Wasserfahrzeugs unternommen werden, sei es auf einem Wasser- oder einem Landliegeplatz.

Falls Sie für einen längeren Zeitraum nicht an Bord sein werden, schalten Sie den Haupt-Batterieschalter aus und trennen Sie den Minuspol von der Batterie. Diese Regel gilt für Boote auf Landliegeplätzen. Ebenso empfehlen wir, einen Termin für die Reinigung des Fäkalientanks einzuplanen bzw. mit uns zu verabreden, ehe das Seefahrzeug aus dem Wasser gehoben wird. Diesen Service bieten wir Ihnen kostenlos an; er muss nur rechtzeitig vereinbart werden. Weiters ist es unbedingt erforderlich, die Gasflaschenventile, die Kraftstoffventile der Tanks und die Seeventile zu schließen (Kingston). Da Sie länger nicht an Bord sein werden und nicht wissen können, was in Ihrer Abwesenheit passieren wird, sollten Sie ─ falls an Bord vorhanden ─ das automatische Feuerlösch-System aktivieren. Wir bitten um Verständnis dafür, dass unsere Marineros ein Wasserfahrzeug, in dem sich augenscheinlich niemand aufhält, vom Stromnetz nehmen. Diese Maßnahme ist aus Sicherheitsgründen erforderlich. Schließen Sie die Wasserleitungen und überprüfen und schließen Sie die Gasflaschen.

Auf Segelbooten müssen Segel, Masten und Tauwerk verstaut und gesichert werden. Auch Beiboote und andere Ausstattungsgegenstände sind zu überprüfen und sicher unterzubringen. Auf Segelbooten, die an Land überwintern oder einen Serviceplatz in der Trockenmarina erhalten sollen, müssen Hauptsegel und Fock unbedingt abgetakelt werden. Vor der Unterbringung auf einem Landliegeplatz empfehlen wir auch, die Fender zu entfernen und zu verstauen, denn an Land werden sie nicht gebraucht, können aber die Farbschicht des Rumpfes beschädigen, weil sie auf dem Stellplatz im Gegensatz zum Wasserliegeplatz dem Wind ausgesetzt sind. Achten Sie bei einer Unterbringung an Land auch darauf, dass alle an Bord verbleibenden Ausstattungsgegenstände sorgfältig verstaut und verzurrt sind (Anker, Beiboot…), damit sie nicht durch starken Wind vom Boot geweht werden und auf Passanten fallen können.

Kontrollieren Sie, ob das Bimini gut befestigt und geschlossen ist. Wenn Sie längere Zeit nicht an Bord sein werden, ist es ratsam, das Bimini abzumontieren und sicher zu verstauen. Prüfen Sie auf jeden Fall nach, ob alle Fenster fest verschlossen sind. Dass für das Winterlager eine qualitativ hochwertige Abdeckplane erforderlich ist, versteht sich von selbst.

Die Vorbereitungsarbeiten für Segel- und Motorboote unterscheiden sich teilweise, aber für beide gilt gleichermaßen, dass etwas aufwändigere Einwinterungsmaßnahmen die Lebensdauer der Bootsausstattung verlängern können. Außerdem werden dadurch die Erhaltungskosten deutlich gesenkt, und die im nächsten Frühjahr fälligen Saisonvorbereitungen des Bootes gestalten sich erheblich einfacher. Auf Segelbooten sollten alle Segel abgeschlagen werden, und zwar unabhängig davon, ob man das Hauptsegel im Mast aufrollt oder schön ordentlich in einem sog. Lazy-Bag verstaut. Die Segel werden auf diese Weise vor wetterbedingten Schäden geschützt; außerdem kann so vermieden werden, dass sich die Segel bei Starkwind öffnen und womöglich völlig zerstört werden. Es kann nämlich passieren, dass sich bei starkem Wind die Verzurrung der Segel löst und anschließend die Segel zerreißen. In solchen Situationen kann sowohl Ihr eigenes Segelboot als auch das des Nachbarn erheblichen Schaden nehmen.

Ausstattungsgegenstände aus Metall, die mit dem Boot fest verbunden sind, sollten zum Schutz mit Silikonspray eingesprüht werden. Edelstahlteile, Geländer, Poller, Klampen, Fensterrahmen u. ä. benötigen eine gründliche Politur sowie eine anschließende Schutzbehandlung mit Spezialmitteln. Die Dichtungen an Öffnungen müssen zur Erhaltung ihrer Elastizität mit Vaselinöl eingerieben werden. Sitze und Wandverkleidungen von Motorbooten lassen sich am einfachsten durch passende Überzüge schützen. Besondere Aufmerksamkeit verlangen hierbei die Reißverschlüsse von Überzügen und Verdecken; diese müssen besonders gut und regelmäßig eingefettet werden, weil sie mit der Zeit klemmen oder sogar aufreißen können.

Die meisten Bootseigner werden bestätigen, dass im Winter die größten Probleme durch Feuchtigkeit und stehende Luft im Bootsinneren entstehen. Diese Kombination führt nämlich zu einem sehr unangenehmen Geruch. Deshalb ist es empfehlenswert, gepolsterte Liegen und Lehnen sowie Rettungsgurte gründlich auszuklopfen oder auszuschütteln, anschließend zu lüften und ggf. auch zu waschen. Alle abnehmbaren Bezüge sollten auf jeden Fall zusammen mit Bettwäsche und Vorhängen gewaschen werden. Schaumstoffliegen stellt man am besten aufrecht auf die Unterlage, da es bei ganzflächigem Aufliegen auf Holz oder Kunststoff zu Schimmelbefall kommen kann.

Trinkwassertanks müssen geleert, gereinigt und desinfiziert werden; dasselbe gilt für Trinkwasserfilter. Dieseltanks müssen bis zur Maximallinie befüllt werden, damit sich kein Kondenswasser bilden kann. Benzintanks hingegen sind vollständig zu entleeren und zu reinigen; anschließend lässt man sie offen stehen.

Gasflaschen müssen auf jeden Fall von Bord gebracht werden; danach ist das gesamte Ventilsystem zu überprüfen. Denken Sie daran, das Ablaufventil zu schließen und nachzuschauen, ob im Frühling evtl. der Ablaufschlauch ausgewechselt werden muss. Falls das Boot an Land überwintert, bleiben die Ventile nach der Entleerung des gesamten Systems geöffnet. Die Rückschlagventile an den Ablaufschläuchen von Spül- und Waschbecken müssen gereinigt und auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden. Gummiteile werden zum Schutz mit Silikonöl eingerieben; die Hauptventile sind nach der Überprüfung wieder zu schließen. Alle Ventile, insbesondere die unter der Wasserlinie, müssen geprüft und wieder geschlossen werden, falls das Boot im Wasser überwintert. Die Ventile eines Bootes, das im Winter auf einem Landliegeplatz untergebracht wird, bleiben hingegen geöffnet und tragen so zur besseren Durchlüftung des Bootes bei. Wir empfehlen, während des Winters im Bootsinneren einen Raumentfeuchter aufzustellen.

Bitte denken Sie an rechtzeitige Terminvereinbarungen für alle erforderlichen Reparaturen am Boot, denn spätere Eilreparaturen sind nicht immer möglich.
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